Zum Hauptinhalt wechseln (Eingabetaste drücken)

Brennstoffzellenauto von Toyota mit Wasserstoffantrieb

Brennstoffzellenautos bzw. Wasserstoffautos sind ideal für den täglichen Einsatz. Ein herausragendes Beispiel dafür ist der Mirai, das erste Serienmodell von Toyota, das die Brennstoffzellentechnologie nutzt.
Wasserstoffverbrauch Mirai kombiniert 0,89–0,79 kg/100km. Stromverbrauch kombiniert 0 kW/100km, CO₂-Emissionen kombiniert 0 g/km.

Wie funktioniert eine Brennstoffzelle?

Eine einzelne Brennstoffzelle, die kleinste Einheit eines Brennstoffzellensystems, besteht aus einer Elektrolytmembran, zwei Elektroden (einer positiven und einer negativen) und zwei Separatoren. Brennstoffzellen gehören zu den galvanischen Zellen und erzeugen durch eine chemische Reaktion elektrische Energie. Da eine einzelne Brennstoffzelle nur eine geringe Spannung von etwa einem Volt liefert, reicht dies nicht aus, um ein Wasserstoffauto anzutreiben. Deshalb werden mehrere hundert Zellen in einer Brennstoffzellen-Einheit, dem sogenannten Fuel Cell Stack, zusammengefasst. Brennstoffzellen finden nicht nur in der Automobilindustrie Anwendung, sondern werden auch zur Energieversorgung von Gebäuden genutzt, um Wärme und Strom bereitzustellen.

Die Energiegewinnung in einer Brennstoffzelle erfolgt durch die Reaktion von Wasserstoff und Sauerstoff. Der Wasserstoff wird an der negativen Elektrode aktiviert, wodurch Elektronen freigesetzt und ein elektrischer Strom erzeugt werden. Die zurückbleibenden Wasserstoff-Ionen wandern durch die Membran zur positiven Elektrode, wo sie mit Sauerstoff zu Wasser reagieren. Der Antrieb des Toyota Mirai kombiniert eine Brennstoffzellen-Einheit mit einer leistungsstarken Batterie, was das Fahrzeug zu einem Hybridauto macht. Die Batterie unterstützt insbesondere beim Anfahren und Beschleunigen den Brennstoffzellenantrieb.

  • Funktionsweise eines Wasserstoffautos

    Wasserstoff ist kein natürlich vorkommendes Element und muss durch den Einsatz von Energie hergestellt werden. Um die Umwelt zu schonen, sollte dieser Prozess idealerweise mithilfe erneuerbarer Energien erfolgen. Wasserstoff ist ein optimaler Energieträger für den Fahrzeugantrieb, da er leicht zu speichern und zu transportieren ist und somit eine zentrale Rolle in der Energiezukunft spielen könnte.

    In einem Brennstoffzellenauto wie dem Mirai wird der Wasserstoff in drei speziellen Tanks im Unterboden gespeichert. Von dort gelangt er in die Brennstoffzelle, wo er mit Sauerstoff reagiert und durch eine „kalte Verbrennung“ die notwendige Elektrizität für den Antrieb erzeugt. Zusätzlich speichert eine Hochvolt-Batterie die beim Bremsen gewonnene Energie und stellt sie bei Bedarf, etwa bei Überholmanövern, wieder zur Verfügung.

Sicheres Fahren mit Brennstoffzellenautos

Bevor Wasserstofffahrzeuge in Serie gingen, durchliefen sie umfangreiche Sicherheitstests, bei denen Experten Millionen von Kilometern zurücklegten. Auch der Toyota Mirai wurde intensiv geprüft und hat dabei gezeigt, dass er genauso sicher ist wie jedes andere Fahrzeug aus dem Hause Toyota.

Gefahrlos auch im Falle eines Unfalls

Wasserstoff, ein gasförmiges Element mit besonderen Eigenschaften, stellt weder beim Tanken noch beim Fahren eine Gefahr dar – auch nicht im Falle eines Unfalls. Selbst wenn ein Leck im Tank äußerst unwahrscheinlich ist, sorgen Sensoren dafür, dass ein potenzieller Wasserstoffaustritt sofort erkannt wird. In einem solchen Fall schaltet sich das Fahrzeug automatisch ab und alle Sicherheitsventile schließen sich.

Eindringen von Wasserstoff wird verhindert

Zusätzlich ist der Innenraum des Fahrzeugs komplett vom Wasserstoffsystem getrennt, was das Eindringen von Wasserstoff in den Fahrgastraum verhindert. Sollte Wasserstoff freigesetzt werden, steigt er aufgrund seiner geringen Dichte schnell in die Atmosphäre auf. Im Falle hoher Temperaturen, wie sie bei einem Brand nach einem Unfall entstehen könnten, leitet ein Überdruckventil den Wasserstoff sicher nach außen ab.

Widerstandsfähige Wasserstofftanks

Die Tanks des Autos sind in einer T-Form im Unterboden angeordnet. Zwei der drei Tanks befinden sich im Bereich der Hinterachse, der dritte im Mitteltunnel des Unterbodens – gut geschützt und aus robusten Materialien gefertigt. Die Außenschicht der Tanks besteht aus einem Kohlefaserverbundwerkstoff, der zusätzlich mit einem faserverstärkten Kunststoff überzogen ist, wodurch eventuelle Beschädigungen sofort sichtbar werden. Die Tanks sind sowohl gegen inneren und äußeren Druck als auch gegen Feuer äußerst widerstandsfähig.

  • Sicheres Tanken bei Wasserstoffautos

    Beim Tanken von Wasserstoff sorgen zahlreiche Schutzmechanismen für die notwendige Sicherheit. Das Zapfventil am Schlauch der Zapfsäule ist mit einer mechanischen Sicherung ausgestattet, die eine perfekte Verbindung mit dem Einfüllstutzen des Fahrzeugs gewährleistet. Der Tankvorgang startet erst, wenn diese Sicherung ordnungsgemäß eingerastet ist. Druckimpulse überprüfen das System auf mögliche Lecks, und bei einer Störung wird der Tankvorgang sofort gestoppt.

    Während des Tankens überwachen Infrarotsensoren in den Wasserstofftanks sowie am Zapfventil und der Pumpe kontinuierlich die Temperatur. Dies ermöglicht eine präzise Steuerung der Füllmenge. Zudem kann das Fahrzeug nicht bewegt werden, solange der Tankvorgang noch im Gange ist; die Weiterfahrt ist erst möglich, wenn der Schlauch entfernt und der Tankdeckel geschlossen wurde.

Der Toyota Mirai: alltagstaugliches Wasserstoffauto

Die Brennstoffzellen-Technologie markiert einen Wendepunkt in der Automobilindustrie. Der Toyota Mirai, die weltweit erste Serienlimousine mit Brennstoffzellenantrieb, wurde 2014 nach fast 20 Jahren Forschung auf den Markt gebracht.

Vor über zwei Jahrzehnten setzte Toyota mit der Einführung des Prius in Japan den Grundstein für diese Entwicklung. Heute sind fast 50 Prozent unserer neu zugelassenen Privatfahrzeuge Hybridautos, was die anhaltende Vorreiterrolle von Toyota in diesem Bereich unterstreicht. Mit dem Mirai beginnt nun eine neue Ära in der Automobilbranche: das Zeitalter des Wasserstofffahrzeugs.

Im Alltag unterscheidet sich der Mirai kaum von einem herkömmlichen Auto mit Verbrennungsmotor. Der Hauptunterschied besteht darin, dass er mit Wasserstoff statt mit Benzin betankt wird und einen leistungsstarken Elektromotor statt eines Verbrennungsmotors besitzt. Die Brennstoffzelle wandelt den Wasserstoff in elektrische Energie um, wobei als einziges Nebenprodukt Wasserdampf entsteht. Zwei speziell entwickelte Tanks außerhalb des Innenraums speichern den Wasserstoff, der dann in der Brennstoffzelle in elektrische Energie umgewandelt wird.

Der Mirai bietet in jeder Fahrsituation eine herausragende Leistung und gleichzeitig nachhaltigen Fahrspaß. Die Kombination aus Brennstoffzelle und dem 134 kW (182 PS) starken Elektromotor sorgt für ein kraftvolles Fahrerlebnis ohne Einbußen bei Komfort und Leistung. Mit einer Reichweite von bis zu 650 Kilometern¹,² sind Wasserstoffautos nicht nur für den Stadtverkehr geeignet, sondern auch für längere Fahrten, bei denen sie problemlos mit Benzinern mithalten können. Der Tankvorgang dauert nur wenige Minuten und die Anzahl der Wasserstoff-Tankstellen in Österreich wächst stetig.

1 In Anlehnung an NEFZ; bei ökonomischer Fahrweise. Messung durch Toyota beim Auftanken an einer Wasserstofftankstelle mit 700 bar Abgabedruck nach Tankstandard SAE J2601 (Umgebungstemperatur 20 °C, Druck im Wasserstofftank 10 MPa). Bei Betankung an Wasserstofftankstellen mit abweichenden Vorgaben werden andere Wasserstoffmengen zugeführt; entsprechend variiert auch die Reichweite. Auch äußere Umstände (Wetter, Verkehr etc.), Fahrzeuggewicht und Fahrstil (schnelles Anfahren, Klimaanlage etc.) beeinflussen die Reichweite. Tankstellen müssen SAE J2601 entsprechen; Fahrzeuge sind mit 700 bar 70 MPa zu betanken.
2 Kraftstoffverbrauch Mirai (Wasserstoff) kombiniert: 0,76 kg/100 km, CO2-Emissionen kombiniert: 0 g/km.

FAQ zu Brennstoffzellenautos

Ein Brennstoffzellenauto ist ein Fahrzeug, das Wasserstoff als Kraftstoff nutzt. In der Brennstoffzelle wird Wasserstoff durch eine chemische Reaktion in elektrische Energie umgewandelt, die dann einen Elektromotor antreibt. Das einzige Nebenprodukt dieser Reaktion ist Wasserdampf.

Brennstoffzellen-Fahrzeuge sind sehr sicher. Sie durchlaufen umfangreiche Tests, bevor sie auf den Markt kommen. Wasserstoff wird in robusten Tanks gespeichert, und das Fahrzeug ist mit zahlreichen Sicherheitssystemen ausgestattet, die etwaige Lecks sofort erkennen und Gegenmaßnahmen einleiten. Außerdem sind der Innenraum und das Wasserstoffsystem strikt voneinander getrennt, um maximale Sicherheit zu gewährleisten.

Ein Brennstoffzellenauto wie der Toyota Mirai hat eine Reichweite von bis zu 650 Kilometern mit einer einzigen Tankfüllung. Diese Reichweite ist vergleichbar mit der von herkömmlichen Benzinfahrzeugen und macht das Brennstoffzellenauto auch für längere Fahrten geeignet.

Während beide Fahrzeugtypen elektrisch angetrieben werden, beziehen Brennstoffzellenautos ihre Energie aus Wasserstoff, der in der Brennstoffzelle in Strom umgewandelt wird. Elektroautos hingegen beziehen ihre Energie aus einer Batterie, die durch externes Laden aufgeladen wird. Der Hauptunterschied liegt also in der Art der Energiequelle und der Betankung bzw. Ladung des Fahrzeugs.

Wasserstoffautos sind derzeit teurer in der Anschaffung als herkömmliche Benzin- oder Dieselfahrzeuge sowie einige Elektroautos. Allerdings sinken die Kosten mit fortschreitender Technologie und steigender Produktion. Zudem können die Betriebskosten aufgrund der Effizienz und des geringeren Wartungsaufwands niedriger sein.

Unser Auto mit Brennstoffzellen-Antrieb
Entdecke den neuen Mirai