ISTAF INDOOR in Berlin

Lukas Weißhaidinger glänzt mit Überraschungssieg

Der 25-jährige Oberösterreicher hat mit seinem 63,91-m-Wurf allen die Show gestohlen, speziell Mit-Veranstalter und Olympiasieger Robert Harting.

Zum insgesamt 5. Mal ging die Veranstaltung in Szene, zum 5. Mal war sie ausverkauft, zum ersten Mal gewann im Diskuswerfen mit Lukas Weißhaidinger kein Deutscher. Toyota Frey Austria gratuliert herzlichst! Der 25-jährige Oberösterreicher am Tag danach über...

... die Faszination ISTAF:

"Beide Events sind für Diskuswerfer wie Kitzbühel für Abfahrer. Und ich muss sagen: Als mein Sieg feststand hab' ich auch sofort an Thomas Dreßen, den Überraschungssieger vom letzten Sonntag, denken müssen. Auf der Streif gewinnt ein Deutscher und beim ISTAF Indoor siegt mit mir jetzt ein Österreicher - das ist ein ähnliches Husarenstück, würde ich sagen! Und jetzt freue ich mich noch mehr auf die bevorstehende Europameisterschaft im August - die findet ja auch in Berlin statt."

... die 12.600 Zuschauer:

"Das Publikum (beim ISTAF Indoor) ist super fair. Auch das lässt sich ein bisschen mit Kitzbühel vergleichen. Die Tiroler haben sich mit Thomas Dreßen mitgefreut. Und die Berliner mit mir. Der Stadionsprecher ist fast ausgerastet, das Publikum war nur ganz kurz fassungslos. Sie haben mich würdig gefeiert! Und heute stehe ich in allen deutschen Medien - das ist ein Wahnsinn. Der Ösi, der den Olympiasieger schlug!"

... Standing Ovations:

"Ich habe mich bei Robert Harting entschuldigt, weil ich ihm seine Abschieds-Show mit meinem letzten Wurf verpatzt habe. Und ich habe im Stadion die Geschichte erzählt, als ich 2009 im Fernsehen seinen ersten WM-Titel sah. Da wusste ich damals: Das will ich auch. Robert Harting war über viele Jahre das Maß aller Dinge im Diskuswerfen. Er ist ein ganz Großer der Leichtathletik. Ihn zu schlagen, ist eine besondere Auszeichnung. Erst recht vor eigenem Publikum!"

... den 93,91-m-Siegeswurf:

"Mein letzter Wettkampf liegt lange zurück, gut vier Monate. Wenn Du dann endlich wieder ein Meeting hast, noch dazu vor so einem Publikum, mobilisierst du die letzten Reserven. Ich habe vor dem Wurf daran geglaubt, über 63 Meter werfen zu können. Wichtig war, nicht die nötige Lockerheit zu verlieren."

... die Technik-Umstellung:

"Trainer Gregor Högler und ich haben gemeinsam an einer neuen Abwurf-Technik gebastelt. Ich lege jetzt mehr Kraft und Augenmerk auf die letzte Phase. Wenn das klappt, geht's richtig weit. Wie eben im 6. Wurf."

... das weitere Winter-Training:

"Dieser Sieg bedeutet mir sehr viel. Ich bin ein Wettkampf-Typ. So ein Erfolg gibt dir Berge, wenn du dich endlich wieder messen kannst. Das Selbstvertrauen wird mir gut tun. Die nächsten Wochen sind hart - wir sind gerade in der Phase, wo wir an der speziellen Kraft, die für die Wurfbewegung relevant ist, arbeiten."

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