Auf dem Weg zum autonomen Fahren

Toyota eröffnet drittes Forschungsinstitut in den USA

Künstliche Intelligenz, Robotik und Materialwissenschaft als Schwerpunkt.

  • Neues Toyota Research Institute unweit der Universität Michigan
  • Gesamtinvestitionen von einer Milliarde US-Dollar in allen drei Standorten

Das dritte Toyota Research Institute (TRI) befindet sich unweit der Universität Michigan in Ann Arbor bei Detroit. Gemeinsam mit den ersten beiden Standorten im kalifornischen Palo Alto unweit der Elite-Universität Stanford und am Massachusetts Institute of Technology (MIT) in Cambridge werden Forschungen und Entwicklungen in den Bereichen künstliche Intelligenz, Robotik und Materialwissenschaft vorangetrieben.

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Start im Juni

Das neue TRI soll bereits im Juni mit rund 50 Beschäftigten starten. „Jenseits der außerordentlichen Forschungsarbeit der Universität Michigan im Bereich der automobilen Sicherheit im Allgemeinen und beim autonomen Fahren im Besonderen ist Toyota tief verwurzelt in Ann Arbor“, erläutert Dr. Gill Prat, CEO der drei Toyota Research Institutes.

So unterstützt der japanische Automobilhersteller unter anderem bereits das „Mobility Transformation Center“ der Hochschule. Außerdem befinden sich in der Nähe zwei Toyota Technical Center, wodurch Synergieeffekte entstehen. Die beiden Technikzentren forschen bereits seit mehr als einem Jahrzehnt an autonom fahrenden Autos, 15 Beschäftigte wechseln in das neue TRI.

Die Professoren Ryan Eustice und Edwin Olson übernehmen zusätzlich zu ihren Lehrstühlen an der Universität Michigan die Leitung der Bereiche „Mapping/Localization“ („Kartierung & Lokalisierung“) und „Perception“ („Wahrnehmung“).

Grenzen ausloten

„Sensoren und Algorithmen verändern sich in beeindruckender Geschwindigkeit. Die TRI-Forscher werden die Grenzen weiter ausloten, was zu sichereren Autos und hilfreicheren Robotern führt“, erklärt Professor Olson. Sein Kollege Eustice ergänzt: „Ann Arbor ist der perfekte Standort für das TRI, um das autonome Fahren auszubauen. Wir profitieren vom bestehenden Toyota Team sowie den Talenten und Einrichtungen der Universität Michigan, wo wir Tests unter extremen Bedingungen in unterschiedlichen Situationen durchführen können.“

Unterschiedliche Kerndisziplin

Auch wenn alle drei Toyota Research Institutes das gleiche strategische Ziel verfolgen, hat jedes eine Kerndisziplin. Während in Ann Arbor das autonome Fahren im Fokus steht, arbeitet das TRI in Palo Alto an intelligenten Assistenzsystemen. Die dritte Einrichtung in Cambridge widmet sich Simulationen und dem sogenannten „Deep Learning“.

Investitionen

Insgesamt hat Toyota eine Milliarde US-Dollar in die TRI investiert, um die Lücke zwischen Grundlagenforschung und Produktentwicklung zu schließen. Vorrangige Aufgabe ist die Erhöhung der Automobilsicherheit mithilfe von Fahrzeugen, die selbstständig Unfälle vermeiden. Zu den weiteren Zielen zählt, Autofahren für jeden möglich zu machen, also auch für Senioren oder Menschen mit besonderen Einschränkungen. Zudem soll die Toyota Technologie, die für die Mobilität auf den Straßen entwickelt wurde, auch im Innern von Räumen nutzbar gemacht werden. Darüber hinaus soll der Einsatz künstlicher Intelligenz wissenschaftliche Entdeckungen beschleunigen.

Zusammenarbeit

Neben den Projekten mit den drei Universitäten wird TRI auch die Zusammenarbeit mit anderen Automobilherstellern, IT-Unternehmen, Zulieferern, Forschungslaboren und Hochschulen suchen, um gemeinsam Technologien zum autonomen Fahren zu entwickeln. „So wie Toyota hat die gesamte Branche in den letzten fünf Jahren Fortschritte erzielt. Allerdings war dies der einfache Teil. Schwierig wird es, wenn der Fahrer gehandicapt ist. Dieses Problem geht TRI an. Das Ziel von Toyota ist eine sichere Mobilität für alle zu jeder Zeit an jedem Ort und damit eine Verbesserung der persönlichen Lebensqualität“, so CEO Pratt.

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