Enttäuschung in Le Mans für Toyota Gazoo Racing

TOYOTA Gazoo Racing überstand das fordernde 24-Stunden-Rennen von Le Mans mit beiden Autos.

Toyota glänzte durch Zuverlässigkeit, aber die Ausbeute auf dem Circuit de la Sarthe mit den Rängen sechs und acht enttäuschte.

Enttäuschung in Le Mans

Der TS040 HYBRID mit der Startnummer 2 von Alex Wurz, Stéphane Sarrazin und Mike Conway wurde Sechster, das Schwesterauto mit der #2, gefahren von Anthony Davidson, Sébastien Buemi und Kazuki Nakajima, sah die Zielflagge aus Position acht.

TOYOTA gratuliert Porsche zum hart erkämpften und beeindruckenden Doppelsieg durch die Fahrzeuge #19 und #17. Der Audi #7 wurde Dritter.

Der Sieg in Le Mans war in diesem Jahr das erklärte Ziel von TOYOTA GAZOO Racing, der Ausgang des Klassikers hinterlässt zwar einen bitteren Geschmack, doch das Team ist nach diesem Resultat, das weit hinter den Erwartungen der Vorsaison-Testfahrten zurückblieb, fest entschlossen in allen Bereichen nachzulegen.

Die beiden TS040 HYBRID liefen ausdauernd und zuverlässig, konnten aber das Tempo der Konkurrenz nicht mitgehen. Eine Verbesserung um gut eine Sekunde gegenüber den eigenen Bestzeiten von 2014 erwies sich als nicht genug, um an der Spitze mitzufahren und so wurde es ein einsames Rennen für beide Autos.

Ein einzigen bedeutenden Rückschlag, der sich in der fünften Rennstunde ereignete, als Anthony Davidson mit einem GT-Auto kollidierte und die recht Frontverkleidung beschädigte, hatte das Team zu verarbeiten. Der Schaden beeinflusste das Fahrverhalten nachhaltig und kurz darauf erfolgte deshalb noch ein Ausritt dazu.

Die Mannschaft arbeitete flink und ersetzte Front- wie Heckverkleidung sowie die verbogene Radaufhängung hinten links, was die #1 insgesamt 13 Minuten Standzeit kostete und mit fünf Runden Rückstand ins Rennen zurückkehren ließ.

Von diesem kurzen Aufreger abgesehen erlebte das Team ein eher frustrierendes Rennen, da die beiden TS040 HYBRID nie in die Lage kamen das Vorderfeld anzugreifen. Andererseits drohte auch von den nachfolgenden Autos keine Gefahr.

"Insgesamt bin ich schon enttäuscht, aber das Rennen unseres #2-Autos war okay"

Alexander Wurz

Le Mans 2015

Impressionen aus Le Mans

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Zwanzig Stunden lang war die Strecke zudem trocken, was den Spielraum für strategische Schachzüge nahezu auf null schraubte, somit blieb eigentlich nur auf Nummer sicher zu fahren, zuverlässig die Runden abzuspulen und reibungslose Boxenstopps zu absolvieren. Trotz der physischen Belastung, die ein 24-Stunden-Rennen natürlich mit sich bringt, leistete die Boxenmannschaft tadellose Arbeit.

Leichter Nieselregen zu Anfang der 21. Rennstunde, der aber wieder abklang und dann später sporadisch wieder einsetzte, war nicht genug, um nennenswerten Einfluss auf den Rennverlauf zu nehmen.

Gegen Rennende macht Auto #2 noch eine Position gut, als der Audi #9 in technische Probleme trudelte und so den sechsten Platz einbüßte. Alex und Sébastien überquerten die Ziellinie dennoch mit einer neuen Bestleistung, denn es wurde insgesamt mehr Distanz zurückgelegt als je zuvor bei einem TOYOTA-Einsatz an der Sarthe.

TOYOTA GAZOO Racing wird nun die Heimreise antreten und im Werk die Vorbereitungen auf den nächsten Le Mans-Auftritt beginnen, um 2016 gestärkt und konkurrenzfähiger in Angriff nehmen zu können. Zunächst aber gilt es noch fünf WEC-Läufe zu bestreiten, allen voran den WM-Lauf am Nürburgring am 30. August.

Stimmen aus Le Mans

Toshio Sato, Team President:

„Glückwünsche an das Porsche-Team, das eine gute Leistung zeigte und stolz auf diesen Erfolg sein kann. Unser Auto war letztlich nicht schnell genug, um hier in Le Mans um einen Podestplatz zu kämpfen. Wir konnten zwar unseren Rückstand auf die Konkurrenz gegenüber dem Qualifying reduzieren, aber angreifen konnten wir nicht, was uns sehr enttäuschte. Mit diesem Resultat sind wir nicht glücklich, doch ich bin mit der professionelle Arbeitsweise und der Hingabe des Teams zufrieden.

Es war ein schwerer Gang, aber aufgeben kam nie in Frage. Von der Kollision von Auto #1 abgesehen, leisteten wir uns keinerlei Fehler und die Autos liefen gut. Wir beginnen nun mit den Vorbereitungen für Le Mans 2016, denn wir wollen, dass TOYOTA erstarkt hierher zurück kommt.”

Anthony Davidson:

„Es ist natürlich enttäuschend es diesmal in Le Mans nicht aufs Podest geschafft zu haben. Wir hatten es mit starker Konkurrenz zu tun und wir wussten, dass es in diesem Jahr hart werden würde. Doch es erwies sich als viel schwieriger als erwartet. Jetzt zählt der Zusammenhalt, dass alle an einem Strang ziehen und wir erstarkt wieder kommen. Denn wir denken bereits an das Le Mans-Rennen im nächsten Jahr. Ich werde dieses Rennen abhaken und nach vorn schauen.”

Sébastien Buemi:

„Ich bin natürlich von diesem Resultat und dem Rennen insgesamt enttäuscht. Wir hatten zuverlässige Autos, keine technischen Probleme und das Team leistete großartige Arbeit bei den Boxenstopps, auch als das Auto nach dem Unfall repariert werden musste. Letztlich sind wir auf den Plätzen gelandet, die wir angesichts unseres Tempos verdienen. Glückwünsche an Porsche, sie verdienen diesen Sieg.”

Kazuki Nakajima:

„Das war ein hartes Rennen für uns. Rennen hier sind immer hart, aber zuzuschauen, wie Porsche scheinbar leichtfüßig zum Sieg fuhr, das war hart. Wir fuhren unser Rennen und die Abstimmung des Autos erwies sich als sehr gut, wir waren nur einfach nicht schnell genug. Aber das Team blieb fokussiert und wir kämpften uns bis zur Zielflagge durch, also auch was Positives. Ich hoffe, dass die Härten dieses Rennens uns Ansporn fürs nächste Jahr sein werden. Wir müssen ordentlich Gas geben.”

Alex Wurz:

„Unser Rennen verlief völlig problemfrei, wir hielten nur an, wenn wir tanken oder Reifen wechseln mussten. Allerdings lagen wir schon bald mehrere Runden zurück und das heißt, dass wir unsere Hausaufgaben machen müssen. In welche Richtung verbessert werden muss, ist auch klar und uns steht nun ein ganzes Jahr hierfür zur Verfügung. Insgesamt bin ich schon enttäuscht, aber das Rennen unseres #2-Autos war okay, wir hatten alles unter Kontrolle sobald wir sahen, auf welcher Position wir bestenfalls werden fahren können und dahingehend lief alles rund.”

Stéphane Sarrazin:

„Das war für uns alle im Team ein sehr schwieriges Rennen. Wir waren nicht schnell genug, also ist klar, woran wir werden arbeiten müssen. Wir bewiesen, dass das Auto sehr zuverlässig ist, wir hatten an beiden Autos keinerlei Probleme und unsere Mannschaft leistete großartige Arbeit, das sind schon einmal positive Aspekte. Glückwunsch an Porsche und Audi, die leisteten hervorragende Arbeit, was uns aber für nächstes Jahr nur noch mehr anspornt, wieder erstarkt anzutreten und um die Spitze zu kämpfen.”

Mike Conway:

„Das war meine erste Le Mans-Teilnahme in einem LMP1 - und das mit TOYOTA. Ich habe eine Menge dazu gelernt. Wir mussten am Ball bleiben und dabei versuchen keine Fehler zu machen. Wir fuhren sozusagen unser eigenes Rennen. Wir gaben alles und dann kam gegen Ende der dritte Audi in Reichweite. Das war spannender, denn jetzt mussten wir angreifen, um unseren Vorsprung auf ihn zu halten. Gleichzeitig hatte ich aber Kazuki vor mir, also war es ein bisschen wie Zeitfahren. Glückwünsche an Porsche zu ihrem Erfolg.”

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