IMPOSSIBLE
STORIES

Diese Athleten inspirieren uns,
niemals aufzugeben.

Was möglich ist, wenn man über die Grenzen seiner Mobilität hinaus geht, erfahren Sie in den Stories unserer Olmypioniken.

Andrea Eskau - HANDRAD-FAHREN & PARA CROSS-COUNTRY SKIFAHREN

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Geboren:

21.03.1971

HEIMATORT

Apolda, Deutschland

SPORT

Handradfahren, Para-Langlauf

PARALYMPISCHE SPIELE

2008, 2012, 2016
PARALYMPISCHE WINTERSPIELE
2010, 2014

DAS UNMÖGLICHE SCHAFFEN

Zum Para-Sport kam Andrea zwar aus einer Notwendigkeit heraus, aber schon bald entwickelte sich die deutsche Powerfrau zu einer der dominierenden Kräfte in der Paralympischen Szene - sowohl im Sommer- als auch im Wintersport. Sie versuchte sich zuerst im Rollstuhlbasketball, erweiterte schließlich ihre Fähigkeiten auf Para-Langlauf, Para-Biathlon, Rollstuhlrennen und Handbike-Rennen.

Bis heute hat Andrea 37 WM-Medaillen gewonnen und ist 27-fache Weltmeisterin im Radsport, Para-Biathlon und Para-Langlauf.

"Die Entbehrungen und Anstrengungen, um eine paralympische Goldmedaille zu gewinnen sind wirklich unglaublich, wir sind sehr stolz, ein Teil von Andreas Team zu sein."
– Toyota TMG Ingenieur

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Ich habe schon viele Medaillen gewonnen, aber meine größte Leistung als Athletin ist stetige Fairness und gesunder Sportsgeist. Das ist in meinen Augen eines der wichtigsten Dinge überhaupt im Wettkampf.

Inspiriert von Andreas unermüdlicher Entschlossenheit, die Grenzen des Möglichen zu überwinden, trat Toyota im Jahr 2012 an sie heran, um eine Zusammenarbeit zu starten. Mit dem Fokus auf Komfort und Geschwindigkeit haben wir eng mit Andrea zusammengearbeitet, um maßgeschneiderte, gewichtsoptimierte Kohlefaser-Lösungen für ihr Rennrad und ihren Schlitten zu entwickeln, um Andrea einen noch größeren Wettbewerbsvorteil zu schaffen.

Lauren Woolstencroft - PARA ALPIN-SKIFAHREN

GEBOREN

24.11.1981

HEIMATSTADT

Banff, AB, Kanada

SPORT

Para Alpin-Skifahren

PARALYMPISCHE SPIELE

2002, 2006, 2010

DAS UNMÖGLICHE ERREICHEN

Lauren wurde mit unvollständig ausgebildeten Beinen und einem fehlenden Unterarm geboren, doch das hinderte sie nie daran, ihre sportlichen Ziele zu verfolgen. Gemeinsam mit ihrem Vater, einem begeisterten Skifahrer, war sie jedes Wochenende auf der Piste und so kam es, dass Skifahren auch bald zu ihrer Leidenschaft wurde. Trotz enormer Herausforderungen und zahlreicher Rückschläge begann Lauren mit 14 Jahren für das Alberta Para-Alpin Skiteam zu fahren.

“Anfangs dachte ich, dass ein Platz auf dem Podium unerreichbar sei, aber nach jahrelangem Training und dank harter Arbeit und eines großartigen Teams im Rücken konnte ich insgesamt zehn Medaillen holen.”

Wenn ich meine Reise während der Paralympischen Spiele mit einem Wort beschreiben müsste, wäre das: Entschlossenheit.

Lauren widersetzte sich einfach, wenn etwa eine Abfahrtsstrecke unbezwingbar schien. Während ihrer Zeit beim Canadian Para-Alpine Ski Team wurde Lauren eine der meist dekorierten para-alpinen Skifahrerinnen der Welt und gewann bei den Paralympischen Winterspielen 2002 in Salt Lake City zehn Medaillen: 8 Gold-, eine Silber- und eine Bronzemedaille.

Als Lauren 2010 ihren Rückzug vom Skifahren ankündigte, hielt sie fest, dass sie als Athleting in Erinnerung bleiben möchte, die sich Herausforderungen stellte und sie erfolgreich überwand.

Han Min-Su - PARA EIS-HOCKEY

GEBOREN

3.6.1970

HEIMATSTADT

Seoul, Südkorea

SPORT

Para Ice Hockey

PARALYMPISCHE WINTERSPIELE

2010, 2014

ACHIEVING IMPOSSIBLE

Im Alter von 23 Jahren und mit rheumatoider Arthritis in beiden Beinen, entschloss sich Han, einen 1.708 Meter hohen Berg zu besteigen. Als er 17 Stunden später den Gipfel erreichte, verspürte er das Verlangen, die Hürden des Lebens in Möglichkeiten zu verwandeln.

Sieben Jahre später, als Hans linkes Bein nach der Diagnose Osteomyelitis amputiert werden musste, erinnerte er sich an das Verlangen, welches er damals auf dem Gipfel der Berges verspürt hatte. Er was fest entschlossen, seinen Lebenstraum, ein Weltklasse-Athlet zu werden, zu verwirklichen.

Es ist eine Herausforderung…sich ein Ziel zu setzen, sich darauf vorzubereiten und der ganze Schweiß, der damit einhergeht. In diesen Momenten fühle ich mich lebendig - dann bin ich stolz, Hockey zu spielen.

Han begann, an Wettbewerben für Para-Kraftdreikampf, Rollstuhlbasketball und Rollstuhlrugby teilzunehmen - auf nationalem Niveau in der Republik Korea. Aber nur auf dem Eis fühlte er sich am wohlsten. Wenige Jahre später erstrahlte Han als neuer Superstar bei den paralympischen Winterspielen in Vancouver 2012. Als nächstes will Han ein weiteres Highlight für sein Hockey-Vermächtnis setzen, wenn er bei den paralympischen Winterspielen 2018 in seiner Heimat Südkorea antritt.

Michael Milton - Para-Alpin-Skifahren

GEBOREN

21.03.1973

HEIMATSTADT

Canberra, Australien

SPORT

Para-Alpin-Skifahren und -Radfahren

PARALYMPISCHE SPIELE

2008
PARALYMPISCHE WINTERSPIELE
1988, 1992, 1994, 2002, 2006

DAS UNMÖGLICHE ERREICHEN

Sobald Michael gehen gelernt hatte, begann er auch mit dem Laufen. Seine skibegeisterte Familie nahm ihn regelmäßig auf Trips in die Berge nahe Canberra mit, wo ihn schon früh der Kick packte, den Berg runterzubrettern.

Als Michael neun Jahre alt war, erhielt er die Diagnose Knochenkrebs, was die Amputation seines Beines oberhalb des Knies zur Folge hatte. Nach ein paar herausfordernden Jahren der Genesung erlernte der 11-jährige Michael das Gehen mit einem Bein. Er war bereit, die Grenzen seiner körperlichen Fähigkeit durch den Sport neu zu entdecken.

Bewegen bedeutet für mich Entdecken und die Welt bis zum größtmöglichen Ausmaß zu erleben.

Ein Leben voller Hingabe und hartnäckigem Training machte Michael zum erfolgreichsten paralympischen Athleten aller Paralympischen Winterspiele. Michael tritt auch bei Para-Leichtathletik, -Mountainbike und -Triathlon-Bewerben an. “Ich sehe Dinge grundsätzlich nicht als unmöglich an, im Leben geht es um das Ausloten von Grenzen und um das Testen, was möglich ist.”

Von Michaels Story inspiriert, begann Toyota Australien im Jahr 2002, mit ihm zu arbeiten. Das Multitalent wurde 2007 zum Toyota Markenbotschafter. Toyota freut sich, weiterhin an Michaels Seite zu stehen und zu erleben, wo seine sportlichen Träume ihn hinführen werden.

Seun Adigun - Leichtathletik / Bobfahren

GEBOREN

3.1.1987

HEIMATSTADT

Chicago, Illinois, USA

SPORT

Leichtathletik und Bobfahren

OLYMPISCHE SPIELE

2012 (für Nigeria)

DAS UNMÖGLICHE ERREICHEN

In der High School war die angehende nigerianisch-amerikanische Athletin berüchtigt für ihre Sprint- und Hürdenlauf-Begabung. Allerdings litt Seun an einem Herzleiden namens AV Knotentachykardie, welches anstrengende körperliche Tätigkeiten zu einer potentiellen Gefahr machte. Fest entschlossen, ihr Potential auszuschöpfen und die Ängste ihrer Liebsten unterdrückend, ließ Seun das überschüssige Gewebe an ihrem Herzen entfernen. Nach ihrer Genesung begann die Star-Athletin, regelmäßig zu trainieren.

Jeden Tag öffne ich eine neue Tür und versuche zu verstehen, was es wahrhaft bedeutet, das Unmögliche zu definieren.

Seun zeigte der Welt, wie hell sie erstrahlen konnte, als sie bei den Olympischen Spielen in London 2012 bei den 100m-Hürden für Team Nigeria antrat. Als nach dem Ende der Olympischen Spiele ihre Blütezeit als Läuferin am Abklingen war, bemerkte Seun, dass viele ihrer Kameraden ihren Fokus auf das Bobfahren verlegten und sich auf die anstehenden Olympischen Winterspiele 2018 vorbereiteten. Seun realisierte, dass kein einziges afrikanisches Land eine Bobmannschaft hatte. Die vielbegabte Sportenthusiastin war fasziniert.

Mit dem Ziel vor Augen, eine neue Sportart nach Nigeria zu bringen und Frauen aus aller Welt dafür zu begeistern, warb Seun ehemalige Sprinterinnen für ihre angehende Bobmannschaft an. Im November 2017 qualifizierten sich Seun und ihr Team als erste afrikanische Bobmannschaft for Olympische WInterspiele.

“Mobilität bedeutet für mich den Erhalt der eigenen Gesundheit. Bewegen auf eine Art und Weise, die es ermöglicht, mental, körperlich, emotional und geistig gesund zu bleiben.”

Tatyana McFadden - Para Athlet

GEBOREN

21.04.1989

HEIMATSTADT

Clarksville, Maryland, USA

SPORT

Para-Leichtathletik und Para-Langlauf

PARALYMPISCHE SPIELE

2004, 2008, 2012, 2016
PARALYMPISCHE WINTERSPIELE
2014

DAS UNMÖGLICHE ERREICHEN

Tatyana wurde in St. Petersburg, Russland geboren und litt bereits von Geburt an an Spina Bifida, einer Erkrankung, bei der sie von der Hüfte abwärts gelähmt ist. Sie verbrachte die ersten Jahre ihres Lebens in einem Waisenhaus, wo sie auf ihren Händen auf dem Boden herumflitzte.

Mit sechs Jahren kam Tatyana mit ihrer Adoptivfamilie in die USA und begann, mit verschiedenen Sportarten zu experimentieren, um ihre Muskeln nach ihrer Wirbelsäulenoperation zu stärken. Als sie in der achten Klasse war, war Tatyana bereits vorbestimmt, eines Tages ein paralympischer Champion zu sein.

Trotz größter Bemühungen war es Tatyana nicht erlaubt,in der High School gegen ihre Mitschülerinnen anzutreten. Daher wurde Tatyana zu einer Aktivistin, die sich für ein Gesetz starkt machte, welches beeinträchtigten Kindern ermöglicht, an Schulwettkämpfen teilzunehmen.

Das Wort unmögilch…es bedeutet mir nichts, weil ich bisher immer Wege gefunden habe, um Dinge möglich zu machen.

Seit 2004 ist Tatyana eine Fixstarterin bei den Paralympischen Spielen in Lang- und Kurzstreckenbwerben, wo sie insgesamt sieben Gold-, sechs Silber-, und drei Bronzemedaillen für das Team USA geholt hat. Tatyana hat außerdem den Boston-, Chicago-, London- und New York-Marathon für sich entschieden, was sie zur ersten Person überhaupt macht, die alle vier großen Marathons im selben Jahr gewinnen konnte.

Im Jahr 2014 kehrte Tatyana in ihr Heimatland zurück, um in Sochi bei den Paralympischen Winterspielen im sitzenden Para-Langlauf-Sprint teilzunehmen. An diesem Ort aus ihrer Vergangenheit wurden ihre aufregenden paralympischen Träume war und Tatyana nahm stolz die Silbermedaille entgegen.

Rami Anis - Schwimmer

GEBOREN

18.03.1991

HEIMATSTADT

Aleppo, Syrien

SPORT

Schwimmen

OLYMPISCHE SPIELE

2016

DAS UNMÖGLICHE ERREICHEN

Im Jahr 2015, nachdem er 4 Jahre als Flüchtling in der Türkei gelebt hatte, entschied sich der syrische Schwimmer Rami, nach Europa zu gehen, um seinem olympischen Traum zu folgen. Der junge Mann trotzte dem gefährlichen Gewässer des Mittelmeeres in einem aufblasbaren Beiboot und strandete auf einer griechischen Insel. Von dort aus begab er sich auf eine heimtückische Überlandfahrt, bevor ihm schließlich in Belgien Asyl gewährt wurde.

Nach Ende seiner unglaublichen Odyssee war Ramis olympischer Traum endlich in Reichweite. 2016 bei der Eröffnungszeremonie der Spiele in Rio marschierte der syrische Schwimmer gemeinsam mit zehn weiteren couragierten Athleten unter der Flagge der Flüchtlinge des Internationalen Olympischen Comités ein. Rami beendete seine ersten Olympischen Spiele mit einer persönlichen Bestleistung von 54.25 Sekunden im 100m-Freestyle.

Die olympischen Spiele sind mein Traum und das olympische Dorf ist mein Zuhause.

“Meine Botschaft an alle Flüchtlinge dieser Welt: auch wenn ihr ein hartes Leben habt, lasst es hinter euch und versucht, euren Traum zu verwirklichen.”

Rami verwirklicht seinen eigenen Traum und gibt den Millionen Menschen Hoffnung, die derzeit wegen Krieg und Verlusten kein Zuhause haben.

Tyrone Pillay - Para Athlet

Tyrone Pillay in Position und bereit zum Stoß mit einer Kugel an seinem Hals angelegt.
GEBOREN

1.5.1980

HEIMATSTADT

Durban, Südafrika

SPORT

Para-Leichtathletik

PARALYMPISCHE SPIELE

2016

DAS UNMÖGLICHE ERREICHEN

Tyrones Traum war es, eines Tages für das südafrikanische Team Cricket zu spielen. Er spielte 14 Jahre lang Cricket, als er realisierte, dass er wegen seiner Beeinträchtigung niemals für das Team Südafrika Cricket spielen wird. Als er sich immer mehr an die Prothese an seinem linken Fuß gewöhnte, glaubte er nicht daran, jemals an paralympischen Spielen teilnehmen zu können. Trotzdem nutze er jede freie Minute nach seiner Arbeit bei Toyota Südafrika, um Sport zu machen.

Als Tyrone eines Tages den Kugelstoß-Wettbewerb bei den Paralympischen Spielen in Peking 2008 im Fernsehen verfolgte, erwachten seine Träume vom sportlichen Erfolg plötzlich wieder. Er beobachtete Athleten, die sich in ihrer Statur kaum von seiner unterschieden und auf Spitzenniveau mit den Besten maßen. Von diesem Moment an wusste Tyrone, dass er auf die paralympische Bühne gehörte und dass es Zeit war, etwas dafür zu tun.

Nur acht Jahre nachdem er die paralympischen Spiele in Peking verfolgt hatte, trat Tyrone selbst in Rio an, um Südafrika im Kugelstoßen zu vertreten. Bei seinen ersten paralympischen Spielen überhaupt nahm Tyrone stolz die Bronzemedaille für sich und sein Land entgegen.

Mein Impossible wäre, ein Vermächtnis für die nächste Generation an Athleten zu hinterlassen; eine Welt zu erschaffen, in der niemand Unterschiede zwischen nicht beeinträchtigten und beeinträchtigten Athleten sieht.

Brad Snyder - Para Schwimmer

GEBOREN

29.2.1984

HEIMATSTADT

Reno, Nevada, USA

SPORT

Para Schwimmen

PARALYMPISCHE SPIELE

2012, 2016

ACHIEVING IMPOSSIBLE

Im Wasser fühlt sich Brad Snyder frei. Das Schwimmen erlernte er schon als kleiner Junge und mit elf Jahren nahm er an Wettbewerben teil. Später wurde er Captain des Schwimm-Teams der United States Naval Academy.

“Ein Leben mit einer visuellen Beeinträchtigung, ein blindes, dunkles Leben, erschien uns in den ersten Wochen nach der Verletzung unmöglich…doch die Paralympischen Spiele haben mich gelehrt, dass mir trotz allem eine Welt voller Möglichkeiten offen steht.”

Brad wurde bei einem Einsatz in Afghanistan so schwer verletzt, dass er sein Augenlicht verlor. Zu Hause angekommen, musste er erst seinen Weg aus der Dunkelheit finden. Seine Familie unterstützte ihn dabei, selbst die kleinsten Dinge des Alltags neu zu erlernen.

Ich möchte, dass meine Geschichte in die Welt hinausgeht und die nächste Generation paralympischer Athleten zu einem Platz auf dem Podium inspiriert.

Nach Monaten der Rehabilitation wollte Brad dahin zurück, wo er sich immer am wohlsten gefühlt hat: ins Wasser. So stand er nur ein Jahr nach seinem Unfall stolz auf dem Paralympischen Podium, um die Goldmedaille für die USA entgegen zu nehmen. Unter allen Schwimmern mit visueller Beeinträchtigung ist Brad aktuell der Rekordhalter im 100-Meter-Freestyle.

Brad hat bereits neue Ziele: eine zweite Sportart zu erlernen und 2020 beim Para-Triathlon in Tokyo teilzunehmen.

Lucy Ogechukwu-Ejike - Para-Kraftdreikampf

Lucy Ogechukwu Ejike pausiert zwischen den Wiederholungen ihres Workouts.
GEBOREN

16.10.1977

HEIMATSTADT

Enugu, Nigeria

SPORT

Para-Kraftdreikampf

PARALYMPISCHE SPIELE

2000, 2004, 2008, 2012, 2016

DAS UNMÖGLICHE ERREICHEN

Als Lucy von ihrer Heimat in eine Wohngemeinschaft für Menschen mit Beeinträchtigung umzog, eröffneten sich ihr viele neue Möglichkeiten, wie z.B. das Ausüben von Para-Sport. Sie fand schon bald am Kraftdreikampf Gefallen - einer Aktivität, die sie auch von ihrem Rollstuhl aus durchführen konnte.

Kurz vor Beginn der Paralypischen Spiele in Sydney 2000 begann Lucy mit einem rigorosen Krafttrainingsplan. Nach diesen Spielen nahm sie stolz die Silbermedaille für die nigerianische Mannschaft mit nach Hause. Nur wenige Jahre später trat Lucy bei den paralympischen Spielen in Athen 2004 in der selben Gewichtsklasse an, brach den Para-Kraftdreikampf-Weltrekord gleich zweimal und erlangte ihre dritte paralympische Goldmedaille.

2016 schaffte es Lucy erneut in die Schlagzeiteln, als sie bei den paralympischen Spielen in Rio drei Weltrekorde brach und ihre dritte paralympische Goldmedaille mit nach Hause nahm.

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Der Rat, den ich [jungen Mädchen, die den Kraftdreikampf versuchen wollen] geben kann, ist, dass sie keine Angst haben sollen. Mit Entschlossenheit schaffen sie es bis ans Ziel.

Luik Triplets - Marathon Runners

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GEBOREN

14.10.1985

HEIMATSTADT

Tartu, Estland

SPORT

Leichtathletik

OLYMPISCHE SPIELE

2016

DAS UNMÖGLICHE ERREICHEN

Das Laufen begann erst im Alter von 24 Jahren eine Rolle im Leben der Luik Schwestern zu spielen. Liina war die erste, die damit anfing und ermutigte schließlich ihre Schwestern, es ihr gleich zu tun. Es war eine natürliche Gemeinsamkeit der Drillinge, denn "Bewegung bedeutet für uns Freiheit", wie es Liina ausdrückt. Mit einem gesunden Konkurrenzdenken untereinander setzten sie sich das gemeinsame, scheinbar unmögliche Ziel, bei Olympischen Spielen gegeneinander anzutreten - und Seite an Seite zu laufen.

“Selbst wenn du nicht mehr so jung bist, kannst du es immer noch zu den Olympischen Spielen schaffenn - so wie wir." sagte Liina Luik

Nach Monaten unermüdlichen Trainings qualifzierten sich die Luik Schwestern für die Olympischen Spiele 2016 in Rio de Janeiro und wurden so zu den ersten Drillingen, die gleichzeitig an einem olympischen Bewerb teilnahmen. Nach dem Rennen - erschöpft aber voller Aufregung - hakten Lily, Liina und Leila ihre Arme ein, stolz darauf, dass sie ihren gemeinsamen Traum erfüllt hatten, gemeinsam als Olympioniken zu laufen.

Wir dachten, das wäre unmöglich, weil wir so spät, nämlich mit 24 Jahren, angefangen hatten - aber es ist egal wie alt du bist. Auch wenn du nicht mehr so jung bist, kannst du es zu den Olympischen Spielen schaffen, so wie wir." – Liina Luik

Shane Gould - Swimmer

Shane Gould, still competing at the masters level, smiles after exiting the water.
GEBOREN

23.11.1956

HEIMATSTADT

Bicheno, Tasmania, Australien

SPORT

Schwimmen

OLYMPISCHE SPIELE

1972

ACHIEVING IMPOSSIBLE

Im Volksschulalter kehrten Shane und ihre Familie von den Fijis in ihre Heimat Australien zurück und begann mit dem Leistungsschwimmen. Der angehender Superstar Shane tanzte bereits früh aus der Reihe und als sie 15 war, ist sie auf dem olympischen Parkett angekommen.

Shane dominierte bei den Olympischen Spielen 1972 in München die Bahnen und gewann fünf Medaillen - dreimal Gold, einmal Silber und einmal Bronze. Sie hielt zugleich den Weltrekord im 100-, 200-. 400-, 800- und 1500m-Freestyle, sowie im 200m-Lagenschwimmen Einzel.

Meine schönste Erinnerung an die Olympischen Spiele waren all die Menschen aus der ganzen Welt, die zusammenkamen, um in Frieden an den Spielen teilzunehmen.

Nachdem sie die Spiele 1972 dominiert hatte, wurde Shane ins Rampenlicht katapultiert. Der athletische Youngster schreckte jedoch vor dem Erfolgsdruck zurück und widmete sich von nun an anderen Herausforderungen fernab des Leistungsschwimmens, wie dem Erforschen des wilden Ozeans aus ihrer Kindheit. Kaum zwei Jahrzehnte später kehrte Shane wieder zum Leistungsschwimmen zurück, wo sie erneut Weltrekorde brach.

Heute widmet sich die herausragende Schwimmerin dem Shane Gould Swimming Project - einer gemeinnützigen Organisation, die in Fiji, Schweden und in Aborigine-Gemeinschaften angehenden Schwimmern durch Training hilft, Schwimmfertikeiten zu erlangen, die nötig sind, um sicher zu sein.

Zola Budd - Mittel- und Langstreckenlauf

GEBOREN

26.5.1966

HEIMATSTADT

Bloemfontein, Südafrika

SPORT

Mittel- und Langstreckenlauf

OLYMPISCHE SPIELE

1984, 1992

ACHIEVING IMPOSSIBLE

Zola glaubte nie daran, eine erfolgreiche Läuferin zu werden. Laufen war einfach etwas, was sie gerne tat, etwas, was ihr das Gefühl von Freiheit gab. Jedoch erlangte Zola im Jahr 1984 plötzlichen Ruhm, als sie den 5.000m-Weltrekord der Frauen knackte. Sie erreichte auch unliebsame Bekanntheit durch ihren einzigartigen Barfuß-Laufstil und die eingehende Kontroverse, die mit ihrem Sieg einherging.

Mobilität bedeutet für mich Freiheit. Nicht nur körperliche, sondern vor allem emotionale und spirituelle Freiheit

Als sie die Ziellinie überquerte, konnte Zola kaum die Früchte ihres Erfolges genießen, sondern wurde bittersüß an die politischen Unruhen in ihrem Land erinnert. 1984 wurde Südafrika aufgrund der Arpatheid-Politik von internationalen Leichtathletikbewerben ausgeschlossen. Zolas Zeit wurde somit nicht als offizieller Weltrekord anerkannt.

Als Starterin für die Olympischen Spiele in Los Angeles 1984 vorgesehen, suchte Zola um die britische Staatsbürgerschaft an (ihr Großvater war Brite). Sie ging im Folgejahr für Großbritannien an den Start und unterbot ihre eigene Zeit vom Vorjahr. Diesmal wurde Zolas Weltrekord offiziell anerkannt.

Zola mag die sportlichen Restriktionen für Südafrika vielleicht umgangen haben, trotzdem schlug ihr bei den Spielen in Los Angeles unermesslicher Unmut wegen der politischen Umstände in ihrem Land entgegen. Dennoch ließ sich Zola nicht unterkriegen und dominierte 1985 und 1986 die Langlauf-Weltmeisterschaften. 1992 kehrte Zola auf das olympische Parkett zurück und repräsentiere dort ihr Heimatland - Südafrika.

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